Larmoyant

22. Dezember 2005 / Die Bankerl-Depesche zu Weihnachten


In zwei Tagen ist Weihnachten und der unwürdige Schreiber dieser Zeilen hofft aus tiefstem Herzen, dass ihm vergeben wird. Warum? Er war wichtig. Nur kurz, aber in jedem Fall zu lange. Und das hatte tragische Folgen: Er verpasste den Bankerl-Glühwein, das Bankerl-Gyros, den Bankerl-Ouzo und nochmals den Bankerl-Glühwein. Dafür bekam er einen kräftigen Rüffel von Revolutionär "James" Jürgen, während der Web-Commandante sich fröhlich in Schweigen hüllte, weil er nun ganz allein mit zwei Mädels auf dem Weihnachtsmarkt war.

Offensichtlich ist er dabei zwar dem US-Commandante begegnet, aber nicht dem Mann, dessen Name nicht genannt werden darf. Gut so, denn sonst könnten wir vor Schreck jetzt nicht darüber berichten, was seit der letzten Depesche im Land der adventlichen Bankerl geschehen ist. Die erste Meldung: Hey, jetzt haben einige Revolutionäre endlich die eMail-Adresse depesche@auf-dem-bankerl.de gesehen, denn plötzlich kamen viele Geschichten. Das macht die Weihnachts-Depesche richtig lang, allerdings muss sie ja auch bis ins neue Jahr hinein halten.

Revolutionär Rene, der übrigens die Depeschen "geil" findet, Sympathisant Stephan aus dem Delta-Quadranten und der Sub-Commandante haben eine chinesische Maultaschensuppe gekocht bzw. dabei geholfen, aber erst nachdem sie eine neue Lektion Chinesisch gelernt haben. yao bu yao tang bedeutet übrigens: Möchtest Du Suppe?

Ganz gemütlich sitzt im Moment Revolutionär Marco auf seinem Bankerl. Und als er da so über die letzte Depesche sinnierte, dachte er sich, dass er die Titulierung seiner Person mit "brav" nicht einfach auf sich sitzen lassen kann:

"Also als "brav" möchte ich nur sehr ungern tituliert werden. Daher muss ich, wenn auch nur sehr kurzfristig, mein Schweigen brechen: "Brav klingt wie "langweilig" oder "Sesselpupser". Apro-po-s "Sesselpupser: Hat sich eigentlich schon mal einer der Revolutionäre Gedanken bezüglich weicher Sitzunterlagen, banal ausgedrückt "Kissen", gemacht? (Ich könnte diesbezüglich ja die Website www.auf-dem-bankerl.de durchsuchen, aber das ist mir zu anstrengend...) Also sehe ich das als Aufruf für die unruhigeren Zeitgenossen, sich mal Gedanken bezüglich der Sitzgelegenheits-Unterlagen zu machen. Gerade jetzt in der kalten Weihnachtszeit, oder so... Habt Ihr außerdem schon Eure Weihnachtsgeschenke bei den lieben Verwandten geordert? Hier meine persönlichen Vorschläge für Weihnachten auf dem Bankerl: Bankerl-Bezug (damit's Bankerl noch schöner aussieht), Bankerl-Sitzkissen (siehe oben), Bankerl-Messig-Schild (mit der Inschrift "Hier sitzt gewöhnlich Revolutionär ..." - großer Nachteil des Schildes: da wir ja meistens auf dem Bankerl sitzen, wird es zumeist verdeckt sein. Außerdem drückt es im Rücken oder fühlt sich kalt an. Aber dann kann man ja wieder ein Kissen darauf legen (s. o.), Bankerl-Bierflaschen-Haltevorrichtung, Bankerl-Beisitzer-Puppe (wenns alleine auf Dauer zu fad wird). So jetzt werde ich mich wieder in wohltuendes Schweigen hüllen. Jedoch nicht, ohne ein Gedicht zum Schweigen zum Besten zu geben. Die "Quelle" des Textes werde ich nicht angeben (Insider, Revolutionär Bernhard wirds vielleicht verstehen, Revolutionär Volker auf alle Fälle ;-)):

Nicht das Preisen
Nicht das Anrufen oder Flehen
Nicht das Danken oder Beschimpfen
Ist es
Was den Kontakt herstellt
Sondern einzig und allein
Das Lauschen auf das Wort
Das unaussprechlich ist
Und die Antwort
die ohne Worte kommt
Darüber sollten wir mal - gerne gemeinsam - auf dem Bankerl nachdenken. Frohe Weihnachten wünscht Euch allen Revolutionär Marco."

Nachdenken, da hat Marco Recht, sollte man auf dem Bankerl, aber das Schauen gemäß §4 des Bankerl-Manifestes sollte man auch nicht vergessen. Oder, wie Al Pacino in dem Film "Der Duft der Frauen" so Bankerl-treffend sagte: "Wenn wir einmal nicht mehr hinschauen, sind wir gestorben." Kenn zufällig jemand Al? Das wäre doch ein vortrefflicher Revolutionär!

Sympathisant Volker hat eine sehr schöne Bezeichnung für die Depesche gefunden: larmoyant. Das wiederum ist der La Commandanta völlig egal, weil einerseits zu diesem Zeitpunkt sich bereits der Bildschirmschoner ihres PC eingeschaltet hat, andererseits sie als Weihnachtsdichterin ihre wahre Berufung gefunden hat. Erst kürzlich lockte sie reimend: Von drauß vom Harras komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf den Smarterlspitzen, seh ich kleine Schneeflocken sitzen. Und droben aus dem Himmelstor schaut mit großen Augen der Web-Commandante hervor. Ihr alle ruft der treue Gesell, hebet die Beine und sputet euch schnell, Der Glühwein ist schon richtig warm, der Christkindlmarkt ist aufgetan.

Fürwahr, das ist was fürs revolutionäre Herz. Und das ist in diesen Tagen auch wichtig, denn gerade hat uns ein Bericht aus Berlin erreicht:

"Deutschland geht es schlecht. Das ist immer wieder und viel zu oft zu hören. "Du bist Deutschland." Schon klar, dass die miesepetrigen Deutschen diese Mutmacher-Kampagne schlecht reden. Allein der Versuch, so etwas wie Aufbruchstimmung zu erzeugen, ist im Land der Dichter und Denker offensichtlich strafbar. Eben. Wir denken zu viel. Revolutionär Michael, der Jüngere hat sich gar nichts gedacht. Er hat sich einfach auf ein Bankerl gesetzt. In der Bundeshauptstadt Berlin, am 28. November 2005. Irgendwann hat Michael dann doch gedacht: Deutschland geht es schlecht. Er war schockiert, was die Fernseh-Bilder von Tageschau, N24 oder Berlin direkt nicht zeigen: Die Kuppel auf dem Reichstag ist nicht ganz dicht. Sie ist gar keine richtige Kuppel. Sie ist oben geköpft, wie ein weich gekochtes Frühstücksei. Es regnet rein. Hat das Geld nicht mehr gereicht? Oder ist das ein spektakuläres architektonisches Zuckerl? Wenn die Versammlungsstätte der bundesdeutschen Volksvertreter einen Dachschaden hat, dann steht fest: Deutschland geht es schlecht."

Revolutionär Michael muss Recht haben, denn in den vergangen Tagen hat sich kein neuer Revolutionär und kein neuer Sympathisant auf dem Bankerl eingefunden.

Dafür ist das Profil von Revolutionärin Silke einen gesonderten Blick wert: Sie war am Rotter See und sie war in Sri Lanka. Und? Genau, sie hat immer ein Bankerl gefunden, auf das sie sich setzen konnte. Dafür gebührt ihr, wenn es ihn geben würde, der Bankerlpreis des Monats, zumal sie auch noch ihren Mann im tiefsten Outback von Australien einfach aus dem Auto geworfen hat, damit er sich auf ein sehr, sehr einsames und noch heißeres Bankerl setzt.

Dass ein Bankerl auch ein wunderbarer Platz für melancholische Gedanken sein kann (ja, ein Bankerl ist universell), davon erzählt Revolutionärin Rena, die nicht nur zwei prächtige Hamburg-Bankerl für die Galerie beigesteuert hat, sondern auch vom Bankerlgeheimnis eines Workaholics zu erzählen weiß:

"Wenn die Abende wieder kühler werden und die Kraft der Sonne merklich nachlässt, nähert sich der Herbst. Jene Tage die kürzer werden. Die Blicke entdecken bald die ersten bunt gefärbten Blätter an den Laubbäumen. Der Herbst ist in gewisser Hinsicht meine liebste Jahreszeit. Auf erstaunliche Weise offenbart sich in dem Absterben und Vergehen, dem Rückzug und der Stille eine fast unglaubliche Schönheit und Vielfalt. Manchmal bin ich fast selbst wie einer der Bäume am nahe gelegenen Flussufer, stehe im rauschenden Wind des Lebens, beuge mich tief hinunter, um nicht zu bersten, sondern zu widerstehen. Ja, ich mag die Bäume, die Herbstspaziergänge durch die nebelverhangene Natur, schwinge mich gerne auf meinen Drahtesel, fotografiere viel. Sitze auf meiner Bank am Ufer des Flusses, lasse mich beim Schreiben vom Sonnenschein begleiten. Es ist ein poetisches Lebensgefühl, das ich für den Herbst kurz vor der Mitte meines Lebens entwickelt habe. Vielleicht liegt es daran, dass aus mir ein froh gelaunter Rebell und ein auf das Dasein versessener Träumer geworden ist. Zu viele Jahre habe ich in engen und stickigen Büroräumen verbracht, bin durch die Tage gehetzt, wurde zum Sklaven des eigenen Erfolges und der falsch gesetzten Ziele. Bilanzsummen und Abschlüsse waren wichtiger. Ich wurde getrieben von Ehrgeiz und Streben nach Anerkennung. Die einzige Bank, die ich kannte, war die Deutsche Bank. Eine Stunde still auf dieser efeuumrankten Bank zu sitzen, hätte für mich damals einen Kollaps für meinen Zeitplaner bedeutet. Als moderner Großstädter bestimmten Termine und Events mein Leben, umgeben von Leuten, die Ellenbogen und Egoismus mit Selbstbewusstsein und Gradlinigkeit verwechselten. Stress war selbst auferlegte Verpflichtung und förderte den Status des erfolgreichen Akademikers. Dann lernte ich als junger, stressgeplagter Mann aus gutem Hause eine schöne und kluge, lebenstüchtige Frau kennen. Wir brachten es phasenweise sogar fertig unsere Zeit durch hart errungene Zugeständnisse wenigstens im Ansatz zu teilen. Schon nach 3 Monaten wurde uns klar, dass wir füreinander bestimmt waren. Immerhin wollten wir ja nicht unnötig Zeit verplempern. Die Planung der drei Kinder erfolgte in ebenso illusionsloser Manier. Es war eben schick, keine Zeit zu haben und dennoch alles unter einen Hut zu bringen. Wir fusionierten sozusagen. Die Nähe des Anderen zu wissen, ohne viel Worte darum machen zu müssen, Ecken und Kanten zu entdecken und uns gerade deswegen zu mögen, Kuscheln bei Kerzenschein - dafür blieb keine Zeit. Unsere Gespräche über Kindererziehung fanden vornehmlich am Handy, zwischen zwei Sitzungen oder einem wichtigen Auslandsaufenthalt statt. Aber niemals auf einer Bank, wie dieser. Niemals saßen wir einfach nur beieinander, die Wärme der Lehne im Rücken, sprachen wir einander nach, unsere Wünsche. Oder schabten mit den Füßen im Sand. Und nun? Hier sitzt ein gebrauchter und fehlerhafter Zweibeiner, der günstig in gute Hände abzugeben ist! Vermutlich zu spät für alle Menschen aus meinem Leben vor dieser Bank. Aber für alles, was kommt, genau richtig..."

Der letzte Satz gibt Mut.

Gerade kommt eine andere Meldung herein, die ebenfalls Mut macht: Der US-Commandante hat endlich Bankerl-Fotos aus Kalifornien geliefert. Jetzt meint der Web-Commandante aber, dass in den nächsten zwei Wochen nix Neues mehr auf die Website kommt, weil er sein schönstes Bankerl, das in der Galerie ganz oben steht, wirken lassen will, womit wir wieder bei Al Pacino wären...

...oder bei Revolutionär Jürgen, der bekanntlich den Shakespeare im Original liest und auch Englisch kann und weiß, was "bench" heißt. Aber Jürgen "James" weiß noch viel mehr und davon erzählt er auch:

"Ho Ho Ho. Der Mensch ist seltsam. Man spricht von der staden Zeit - und hetzt sich dann 'gen Jahresende ab. In der Arbeit (schließ' das Projekt ab!), im Privatleben (habe ich schon alle Geschenke?), im Kopf (ist alles fertig geworden?), und auch im Bauch (verdammte Axt, ich fühle mich ja noch gar nicht weihnachtlich!). In so einer Situation hilft nur Eines: Christmas-Shopping am vierten Adventssamstag.

Bankerl. Ja wo sind sie denn jetzt, um mir zu helfen? Die einen verstecken sich g'schamig unter Eis und Schnee, und die anderen? Ja, die anderen verbergen sich unter den Einkaufstüten, die dickliche Matronen in der U-Bahn auf dem Sitz neben sich krampfhaft umklammern. Der trotzige, herausfordernde Gesichtsausdruck, mit dem sie meinem suchenden Blick begegnen verheißt nichts Gutes. Sei's drum, man kann die paar Stationen zum Marienplatz ja auch stehen.

Zuflucht. Es stürmt und schneit, und Gemütlichkeit will sich partout nicht einstellen. Mag auch daran liegen, dass ungefähr 2,43 mio. Menschen den gleichen Einfall hatten wie mein Bruder und ich: "Treff' ma uns vorm Hugendubel". Saublöde Idee. Der einzige, der nicht ständig angerempelt und niedergerannt wird ist der sympathische schwer sehbehinderte mit seiner Sammelbüchse. Guter Trick. Muss ich das nächste mal auch mitnehmen.

Freude. Es muss doch Weihnachten sein, er kommt nicht 20 Minuten zu spät. Wir kämpfen uns durch die irren(den) Massen, und ergattern zwei heiß umkämpfte Sitzplätze im Spöckmeier, einer davon sogar am Kachelofen. Sensationell. Nur, dass der Ofen kalt ist. Gut, man kann eben nicht alles haben. Genau das erklärt mir die freundliche Bedienung dann auch. Ich KÖNNTE schon einen Glühwein bekommen, sie würde mir aber schwer zum Tee mit Rum raten. Sei's drum, mittlerweile ist's mir Wurscht.

Nach zwei ordentlichen Mischungen ist die Welt in Ordnung: alle Neuigkeiten sind ausgetauscht, das Weihnachtsbillard für den Neffen ist arrangiert, die Menschheit ist gerettet. Jetzt habe ich auch die entsprechende Geschmeidigkeit, mich noch in ein paar Geschäfte zu begeben. Ich will Euch werte Leserschar nicht mit den Details des Erwerbs diverser Präsente langweilen, belassen wir es bei der Aussage, dass sie sich von Euren wahrschenlich nicht groß unterscheiden. Bis auf die wunderschöne 1-EUR-Weihnachtszipfelmütze (mit Glöckchen!) vielleicht, die mir wundersamerweise in den Rucksack hüpfte.

Obst. Genau dazu werde ich mich damit machen. Am kommenden Freitag. Ab 15 Uhr. Wenn wieder mal die gesamte Firma im Community-Raum steht und sich an meiner Glühweinmischung ergötzt. Alles ist gut. Alle sind lieb zueinander. Weihnachten ist doch was Schönes. Warum auch immer."

Eine Weihnachtszipfelmütze hat übrigens auch Revolutionär Rüdiger. Und Gerüchte besagen, dass er sie auch auf hatte, als er die beiden Schönen auf einem Bankerl auf Teneriffa photographiert hat. Es stimmt wohl, bei allen, die ihn kennen, hat Rüdiger Kult-Charakter, weshalb er definitiv aufs Bankerl gehört. Das gilt aber auch für den Kult der Zukunft: Das unvergleichliche Revolutionärinnen-Duo Katrin und Sabine wird ab nächstes Jahr mit einer eigenen Kolumne in der Rubrik "Gedanken auf dem Bankerl" für tiefe Einblicke in weibliche Seelen sorgen, heute schon mal die erste Kostprobe (Ach so: blau ist Katrin, schwarz ist Sabine):

"Neulich haben wir (die Revolutionärinnen Katrin und Biene) uns einmal getroffen. Geplant war es, wichtige Gedanken zum Thema Frauen, Männer und das Leben an sich zu Papier zu bringen. Herausgekommen ist eine sehr intensive Recherche, bei der wir eine Kneipe vergeblich gesucht (und dann irgendwann, nach der Befragung eines netten Taxifahrers, der leider noch sehr jung war..., doch noch geschlossen gefunden haben), aber dann doch insgesamt 3 Kneipen und einen McDonalds besucht und das gesamte Münchner Zentrum zu Fuß besichtigt haben (wusstet ihr eigentlich, dass man in der Innenstadt mindestens 7 Plätze finden kann, die genauso aussehen wie der Ort an dem die letzte Firmenweihnachtsfeier war??? - Letztendlich hat Biene angeblich die richtige Location gefunden, aber irgendwie glaub ich das ja noch nicht so ganz). Aber das ist ja nicht das Thema...

Egal, wie das nun mal so ist, braucht eine Frau nach der Aufnahme von Flüssigkeit auch mal eine kurze Auszeit um sich den Lidstrich nachzuziehen, das Make-up zu überprüfen und die Frisur zu richten. Außerdem ist eine Damentoilette ein hervorragender Ort, um den neusten Klatsch zu erfahren, sich über (mehr oder weniger) süße männliche Mitbürger auszutauschen oder herzergreifende Trennungsgeschichten anzuhören.

Zur Wiesnzeit z.B. bin ich auf der Hippodrom-Toilette mal auf Sonja Zietlow gestoßen... Dachte die doch glatt, sie könnte sich vordrängeln, weil sie prominent ist... Aber nicht mit mir. Als Bankerl-Revolutionärin ist es ja wohl Ehrensache, dass ich den Gedanken der Unwichtigkeit unters Volk bringe. Und genau das hab ich getan. Gleichheit für alle Toiletten-Gängerinnen, jawohl! Also musste Sonja Zietlow warten und erzählt wohl ihrer Freundin noch heute von der zickigen, blöden Kuh... Aber ich schweife vom Thema ab... Ja, und genau darum werd ich jetzt mal wieder auf's Ursprungsthema zurückkommen... Ich find ja, dass Damentoiletten früher wesentlich komfortabler waren. Da gab es Schminktischchen mit beleuchtetem Spiegel, teilweise sogar kleine Sofas um mal eine kleine Pause zu machen. Und genau dafür möcht ich jetzt wieder kämpfen. Also liebe Kneipen-, Bar-, Restaurant- und McDonalds-Besitzer - schafft den Frauen wieder den Raum den sie brauchen! Ich will wieder die Möglichkeit haben in Ruhe mit Freundinnen an diesem Ort über alles wichtige und unwichtige ausgiebig tratschen zu können. Und liebe Männer - jetzt wisst ihr endlich warum die Frauen immer in Scharen zur Toilette rennen. Genau! Um z. B. über euch zu sprechen. Und kommt mir bloß nicht auf die Idee, nachzuschauen wo wir denn bleiben. Nur weil ihr mal schnell eine halbe Stunde allein am Tisch sitzen müsst..."

Das man nachschaut, liegt übrigens nur daran, dass man befürchtet, auf der Toilette könne ein prächtiges Bankerl stehen, das man nicht kennt. Und wenn dem so wäre, dann würde man wahrscheinlich nie mehr vom Bankerl kommen und müsste auch keine Depesche mehr lesen. Das wäre schön und traurig zugleich, zuvor sollte man aber die Depesche abbestellen, denn das geht (wenn es sein muss) ganz einfach: Einfach eine eMail an depesche@auf-dem-bankerl.de schicken mit dem Betreff "Ich mag keine Depesche mehr".

Ansonsten: Möge das Weihnachts-Bankerl besonders gut zu Euch sein!

 
     
     
     
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