ein bisserl

18.07.2006 / Die Bankerl-Depesche, die Zehnte


Die Bankerl-Revolution schreitet unaufhaltsam voran und bringt in eine Welt voller Hektik, Fröhlichkeit und Herausforderungen die ein bisserl hinterhältige Idee, dass man sich gar nicht beeilen muss, denn ob etwas passiert oder auch nicht, hat keinerlei Einfluss auf was auch immer. Ein Beleg dafür ist der Umstand, dass die Depesche ein paar Monate nicht erschienen ist und es keinem aufgefallen ist beziehungsweise kein Revolutionär einen Anlass sah, mit einer eifrigen Erinnerungsmahnung zur Informationseile anzuhalten.

Sympathisant Volker würde jetzt erwartungsgemäß sagen, dass die Revolution einfach froh ist, ohne eine langweilige Depesche auszukommen. Wahrscheinlich hat er sogar Recht, was ihm bestimmt gut tut, ...

... jedoch nicht verhindern kann, dass es heute eine neue Depesche gibt, weil doch tatsächlich der Web-Commandante nicht mehr auf-dem-Bankerl sitzen wollte und mal wieder im Kreis herum gefahren ist (den Bericht dazu gibt es, wie es sich gehört, an einem schnelleren Ort auf www.motogastl.de) und ein bisserl was online gestellt hat: Sympathisanten, Revolutionäre, Bankerl-Photos und Bankerlgemeinschaften und so. Allerdings gibt es keine Bankerl-Geschichten, weil keiner etwas an depesche@auf-dem-bankerl.de geschickt hat, auch nicht Revolutionär Marco, der in Bayreuth gar Unglaubliches erlebt.

Vielleicht ist das Erlebte aber auch zu hurtig für das Bankerl, so dass es bei der Geschichte bleibt, die Marco zusammen mit dem Sympathisanten Gero und dem Sub-Commandante bei einem sehr ruhigen und manchmal auch ein bisserl buddhistischen Wochenende am Schliersee zugestoßen ist. Da saßen sie also zusammen mit 2 anderen ruhigen Menschen auf einem Bankerl und fragten eine Dame, die des Wegs daher kam, ob sie nicht ein Photo von ihnen machen könne. Jene war sofort vom Ehrgeiz gepackt und suchte den besten Ausschnitt für die Sitzenden, denen jedoch viel wichtiger war, dass auf dem Photo das Bankerl gut zur Geltung komme. Die Photographin nun kombinierte scharf und rechnete die Sitzenden der Schreiner-Innung zu, was diesen sehr schmeichelte, weil ohne Schreiner gäbe es viel weniger Bankerl.

Apropos Buddhismus: Revolutionärin Silke war zusammen mit ihrem Max in Laos und in Bangkok und brachte herrlich entspannte Bankerl-Photos für die Galerie mit. Dort haben sich übrigens seit der letzten Depesche auch sonst recht viele Bankerl eingefunden: Ob im sizilianischen Bergdorf oder im Fluss, ob im Elbsandsteingebirge am Abgrund oder im Disneyland in Paris, überall sind Bankerl zum ein bisserl Ausrasten und ein bisserl Schauen. Man muss sich nur ein bisserl Zeit lassen, dann findet man sie.

Gefunden hat ein Bankerl auch eine Sympathisantin, die jetzt Revolutionärin Mareike ist. Darüber freuen sich gleich mehrere auf dem Bankerl, allen voran der US-Commandante, Revolutionär Bernd und der Sub-Commandante, für die Mareike die weltbeste Masseurin und Yoga-Lehrerin ist. Die weltbeste Bauchtänzerin ist dagegen die ebenfalls neue Revolutionärin Susanne, der sich nach eigenem Bekunden endlich eine neue Bankerl-Welt eröffnet hat. Ein bisserl schämt sie sich, dass es so lange gedauert hat, aber nur ein bisserl, was auch völlig reicht.

Schamgefühl ist wiederum für die neue Sympathisantin Birgit ein Bankerl, auf dem sie sich nicht so gerne aufhält; außer, sie hat sich verklickt, was aber nix macht, weil sie eh viel zu oft an Orten ist, an denen sie nicht sein sollte. Nun, Hauptsache, es gibt dort auch hin und wieder ein kommodes Bankerl. Und sollte sie nicht gleich fündig werden, dann empfiehlt es sich, mal mit dem Sympathisanten Mathias zu sprechen, denn der hat auf www.weltenspiegel.de ein paar Plätze gesammelt, die es fürwahr wert sind, sie sich einmal näher anzuschauen.

Nur zur Information: Der, dessen Name nicht genannt werden darf, hat immer noch nicht das Bankerl entdeckt.

Apropos entdecken: Wer www.auf-dem-bankerl.de sitzt, sollte vielleicht auch mal ein paar Revolutionäre besuchen, denn dort findet er zuweilen das eine oder andere versteckte Bankerl: Revolutionärin Sibylle zum Beispiel liegt satt auf einem Bankerl in Paris, Revolutionärin Silke fand ein Bankerl mit Blick auf den Krabi-Felsen und Revolutionär Werner ließ sich im Urwald nieder.

Einen Platz zum Niederlassen haben in Lahnstein bei Koblenz endlich auch Revolutionär Dirk und Bille gefunden. Und sie tun das Richtige: Sie trinken ein Bier! Wenn die Vier auf dem Bankerl im Münchner Tierpark Hellabrunn auch noch ein Bier dabei gehabt hätten, dann wäre es für den Sub-Commandante wahrscheinlich noch ein Grund mehr gewesen, viel glücklicher als nur ein bisserl glücklich zu sein. So aber dachte er nach und fällte die Entscheidung, dass er nächstes Jahr an Ostern wieder in den Zoo gehen und dort auf einem Bankerl sitzen will.

Genau, Bankerl sind prächtige Orte für Entscheidungen. Wer es nicht glauben mag, der soll doch mal ins Kino gehen und sich Men in Black oder Notting Hill anschauen. Na, wo sitzen denn Will Smith und Hugh Grant kurz vor ihrer größten Entscheidung? Jawoll, nur dass Hugh Grant Julia Roberts neben sich sitzen hatte, was ein bisserl angenehmer erscheint. So oder so, jeder kann seine Entscheidung fällen, ob er die Depesche lesen will oder auch abbestellen will. Letzteres geht (wenn es sein muss und weil es hier stehen muss) ganz einfach: Einfach eine eMail an depesche@auf-dem-bankerl.de schicken mit dem Betreff "Ich mag keine Depesche mehr".

Und zum Schluss unser Wunsch für die Zukunft: Möge in den nächsten Wochen jeder von Euch ein bisserl http://www.auf-dem-bankerl.de/ sitzen.

 
     
     
     
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