möglich

12. September 2006 / Die Bankerl-Depesche, die Elfte


Revolutionär Marvin spielt, wie vielleicht der eine oder die andere wissen, hin und wieder ein bisserl Beach-Volleyball. Das ist völlig im Sinne der Bankerl-Revolution, denn zum einen bringt Marvin manchmal aus fernen Ländern ein schönes Bankerlphoto (selbstverständlich mit ihm und seinem gestählten nackten Oberkörper oben drauf) mit, zum anderen macht er zwischen den Sätzen häufig Pause auf einem Bankerl. Und wenn es möglich ist und er Lust darauf hat, gewinnt er sogar, wie kürzlich auf dem Münchner Flughafen. Was der unwürdige Schreiber dieser Zeilen mit dieser Einleitung sagen will, ist ihm (wie meist) auch nicht klar, aber er wollte mal wieder über Marvin schreiben und letztlich wohl auch darüber, dass auch auf einem Bankerl sehr viel möglich ist.

Auf einem Bankerl kann man zum Beispiel auch in Kanada auf einer Ranch sitzen, wie es der neue Bankerl-Revolutionär Günther getan hat, was ein guter Anlass ist, sich in dieser Bankerl-Depesche Gedanken zu machen über ein paar Möglichkeiten des Lebens. So war es nach langer Zeit mal wieder für den Bankerl-Webcommandante möglich, ein paar neue Photos auf www.auf-dem-bankerl.de online zu stellen und es gab sogar eine eMail an depesche@auf-dem-bankerl.de, die wiederum nicht von Revolutionär Marco kam, dessen Bericht aus Bayreuth weiterhin möglich ist, aber nicht real.

Die neuesten Einträge in den diversen Rubriken sind ja auf der Startseite von www.auf-dem-bankerl.de angeführt, allerdings braucht es schon eine Spürnase und etwas Zeit um auf den Profilen der einzelnen Revolutionäre weitere Bankerl zu finden. So ist es möglich, dass bei Revolutionärin Susanne plötzlich Bankerl am Schachen, im Ammerland und in Tutzing zu finden sind, bei Revolutionärin Mareike dagegen gibt es zwei schöne Bankerl mit ihr auf der Isle of Wight und dazu eine wirklich traurig schöne Geschichte. Während die Sympathisanten Gero, Birgit, Klaus und Volker immer noch nach einem passenden Bankerl suchen, ist Revolutionär Bernhard alias der Sub-Commandante abermals fündig geworden, wo er in Ruhe ein bisserl schauen und sogar mit einem sehr schweigsamen Bankerlnachbar ein Bier trinken kann.

Der, dessen Name auf einem Bankerl nicht genannt werden darf, ist übrigens auf die Bankerl-Revolution aufmerksam geworden. Wir haben ihn einfach ignoriert und hoffen, dass er nicht wieder kommt.

Dafür ist ein zweiter Teil für die Biene&Katrin-Kolumne gekommen, wie immer hat Biene in schwarz und Katrin in blau ihre Bankerl-Gedanken nieder geschrieben:

"Heute habe ich Radio gehört - dort wurde das 'Wiesn-Dirndl' des Jahres 2006 gewählt. Die Gewinnerin hatte ein hübsches Gesicht (das konnte man im Internet sehn), eine gute Figur (ebenfalls Internet) und - was ja viel wichtiger als der Rest ist - eine enorme Oberweite. Tja, so ist das im Herbst in Bayern. Die Mädels ziehen plötzlich Trachtenmode an, der Bierkonsum steigt rapide an und die Herren der Schöpfung verändern sich massiv.

Es wirklich komisch. Unsere sonst so zurückhaltenden bayerischen Männlein samt Besuchern aus allen Herren Ländern mutieren in ein paar wenigen Wochen im Jahr zu richtigen Casanovas. Kaum dass die großen Zelte in denen das Bier in Strömen fließt stehen, und zum hundertsten Mal 'Hölle, Hölle' gegrölt wird, laufen sie zur Höchstform auf. Die einen starren und fallen den feschen Dirndl'n in den Ausschnitt, es werden großzügig 'Busserln' und nur noch schwer verständliche Komplimente verteilt - und alle, ja alle unsere Jungs fühlen sich wie Adonis!

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Letztes Jahr auf der Wiesn zum Beispiel. Frau hat sich aufgehübscht, schick frisiert und ins Dirndl geschnürt und freut sich auf einen netten Wiesnabend. Alles läuft wunderbar, zusammen mit ein paar Mädels finde ich auch einen Tisch (das ist das schöne daran, wenn nur Frauen unterwegs sind - man findet immer ein Plätzchen), die erste Maß steht auf dem Tisch und dann geht's los. Die Herren an unserem Tisch fangen an, sich gegenseitig in die Rippen zu stoßen, verschmitzte Blicke auszutauschen und zu flüstern 'Schaug ihra doch a amoi ins Gsicht und ned blos immer auf'n Busen'. Als ob Frau genau darauf gewartet hätte! Und zu allem Überfluss glauben sie auch noch, dass wir Mädels das toll finden!


Doch Frau ist ja flexibel und da ein ganzer Abend im Bierzelt ohnehin langweilig wird, traut man sich auch mal nach draußen, wo das Riesenrad und gebrannte Mandeln locken. Doch nichts da, denn just in dem Moment, in dem das - ziemlich überfüllte - Riesenrad ganz oben stehen bleibt und man den herrlichen Blick über München bewundern möchte, lallt einem der Herr von gegenüber zu 'mei, du hascht sooo schöne Augn, da verblasst der ganze Rescht...'

Na ja, nach so einem weiteren Schock ;) bleibt doch eigentlich nur noch eines: Sich auch endlich auf einem Bierbankerl eine Maß schnappen, schnell den eigenen Alkoholpegel aufzupeppen und das ganze irgendwie lustig zu finden....

Und die Moral von der Geschicht: es braucht ein Bankerl - weiter nichts! :-)
"

Abgesehen davon, dass die Revolutionärinnen Biene und Katrin es locker mit den preisgekrönten Wiesn-Dirndln aufnehmen hätten können und schon diese Möglichkeit für die Bankerl-Revolution völlig reicht, lassen wir die Frage offen, ob man nun denn auf einem Bankerl einem Mädchen nahe kommen darf (die Revolutionäre Jürgen "James" und Bernd schränken hier rigoros ein: Nur Nichten dürfen mit aufs Bankerl!) und wenn ja, wie viel Alkohol dafür denn erlaubt sind und überhaupt ...

Keinen Alkohol konnten sich jedenfalls die Revolutionärinnen Bille und Sabine auf einem Bankerl im Tierpark Hellabrunn erlauben. Sie saßen nämlich dort jeweils gemeinsam mit dem Sub-Commandante, den sie beschützen mussten, weil es seiner Meinung nach ohne weiteres möglich ist, dass ein Tiger (wie übrigens auch Revolutionär Marvin) 20 Meter hoch und 30 Meter weit über eine Absperrung hüpfen kann. Und weil der Sub-Commandante derzeit sehr gut im Futter steht, wäre er doch eine leckere Versuchung für den Tiger und vor allem für die mitteleuropäischen Hochlandkarnickel, deren Hunger legendär und deren Beißwerkzeuge ungeheuerlich sind.

Fahrlässig unvorsichtig sind deshalb Mutter Liepert und Tante Frieda, die sich am Kochelsee ebenfalls gemeinsam auf ein Bankerl gesetzt haben, nachweislich in einer Gegend, wo das mitteleuropäische Hochlandkarnickel bereits lauert.

Da ging der Sub-Commandante auf Nummer sicher und folgte der Einladung von Sympathisant Thomas und seinem Bruder Robert zu einem gemeinsamen Bankerl-Bier erst, als sich auch ein Elektriker dazu setzte. Elektriker nämlich sind die besten Beschützer überhaupt ... und jetzt stellt sich die Frage: Was hat eigentlich der Web-Commandante gelernt? Offensichtlich nix Vernünftiges, sonst würde er nicht so oft Radlfahren (wie übrigens auch Revolutionärin Susanne) und dabei schwitzen müssen, denen allerdings dieses Bankerl-unwürdige Verhalten diesmal noch verziehen ist, weil sie schöne Bankerl-Photos für die Galerie mitgebracht haben. Revolutionär Dirk hat übrigens schon lange kein schönes Bankerl-Photo mehr geschossen, aber wir haben ja Zeit. Die zu haben glaubte schließlich noch Sympathisant Klaus, der sich und vor allem seine Gegnerinnen bei der ersten Kicker-WM völlig falsch einschätzte und kaum war eine Minute vorüber, musste er im Anblick der allerersten Bankerl-Bandenwerbung unter den Kickertisch hindurch kriechen, während der beteiligte Sub-Commandante es ihm gleichtat und die Möglichkeit nicht ausschließen will, dass die Gegnerinnen und mitteleuropäische Hochlandkarnickel gemeinsame Sache machen und die Bankerl-Revolution torpedieren wollen. Vielleicht sind die Verbündete von dem, dessen Name nicht ...

Das ist aber eine Möglichkeit zu viel, genau so wie Abbestellung der Depesche, die trotzdem möglich ist: Dazu muss man einfach eine eMail an depesche@auf-dem-bankerl.de schicken mit dem Betreff "Ich mag keine Depesche mehr".

Mögen Euch allen die Möglichkeiten www.auf-dem-bankerl.de gewahr werden!

 
     
     
     
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