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Home > Gedanken auf dem Bankerl > Tom's Gedanken in der Kurve  

im September, Web-Commandante Tom sinniert:

Da häng ich nun in der vorletzten Runde neben dem Sitzbankerl meines Mopeds (weil drauf sitzen tu' ich ja nur auf der Geraden), das Knie schleift angenehm vibrierend über den Asphalt, die Reifen haften grade noch so, der Motor schreit sich die Seele aus dem Leib (hat so ein Motor überhaupt eine Seele? ich glaub schon, irgendwie), die Sonne scheint... Ach, so ein schöner Tag!

Aber zu lange kann ich nicht sinnieren. Das liegt zum einen daran, dass der Kurvenausgang naht und ich schön
langsam wieder Gas geben und's Moped aufrichten sollte. Zum anderen will der Typ, den ich grade ausgebremst hab, wahr-
scheinlich wieder an mir vorbei, zumindest geh' ich mal davon aus. Wie auch immer, bloß nicht hetzen!

Also erstmal herzhaft am Kabel ziehen und sich dran freuen, wie das rutschende Hinterrad mich samt der Fuhre nach vorne schiebt - obwohl, irgendwie ging das auch schon mal schneller, ich hätt' gestern nicht gar so viel Grillfleisch in mich reinstopfen sollen.

Jetzt erstmal ein bisschen auf der Gegengeraden entspannen und das Konzert von Auspuff und Airbox (man könnte auch Luftfilterkasten sagen, aber das Wort wird von Mopedfahrern heutzutage kaum mehr benutzt) genießen. Es dauert nicht lange, da kommt auch schon der Bremspunkt angeflogen, also schon mal zwei Finger an den Hebel.

Und dann is da ja auch der Typ von vorhin, drum mal besser Kampflinie fahren und vielleicht nen Tick später bremsen - aber nicht zu spät, sonst kommt hier doch noch Hektik auf. So, der Anker ist geworfen und ich verspüre einen leichten Anflug von Stress, weil der Bremspunkt jetzt vielleicht doch irgendwie recht optimistisch gewählt war. Aber Panik hilft in dem Fall auch nicht, ich glaub, das haut schon noch irgendwie hin – und drum leg ich jetz einfach mal um.

Mein lieber Scholli! Das Vorderradl wimmert ja ganz schön ums Eck, aber es rutscht nicht (arg), also alles im grünen Bereich und gleich wieder entspannen. Jetzt nochmals kurz Vollgas und die Kiste in die andere Richtung geworfen, die Linie getroffen und mit Volldampf aus dem Eck. Auf dem kurzen Bergabstück durchschnaufen und weiter gehts.

Ist mein Gegner eigentlich noch hinter mir? Keine Ahnung! Umgeschaut wird nicht, des mach i ned, des kann i ned, is mir viel zu stressig...

So geht des dann immer weiter zwischen Adrenalin und Entspannung (aber grade deshalb macht's ja soviel Spaß), bis irgendwann die Zielflagge geschwenkt wird und man sich wieder denkt 'schön wars!'

Überholt hat er mich dann übrigens nicht mehr, vielleicht hat er sich ja zu viele Gedanken gemacht...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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